Feldherr
Tilly gehört zu den bekanntesten Figuren des Dreißigjährigen
Krieges. Sein Bild ist extremen Schwankungen unterworfen. Der katholischen
Seite galt er als »Heiliger im Harnisch«, seine sterblichen
Überreste haben in Altötting ihre letzte Ruhestätte gefunden.
Die antikatholische und antikaiserliche Publizistik zeichnete ein ganz
anderes Bild von ihm als Werkzeug der Gegenreformation und Mordbrenner
von Magdeburg.
Andere wieder sehen in ihm einfach einen persönlich anständigen Kriegshandwerker. Die Ausstellung ist um diese thematischen Schwerpunkte geordnet.
»Feldherr« zeigt Tilly als General modernen Stils, der sich diszipliniert der politischen Führung unterordnet. Seine Kriegskunst wird in die militärische Entwicklung seiner Zeit gestellt.
oben: Totenkopfhelm
links: Grabungsfund